Indoor-Weihnachtsmarkt in der Ausstellungshalle ein voller Erfolg

Pressespiegel

Nachfolgender Artikel erschienen im Freien Wort, Lokalteil Sonneberg, 05.12.2019.

Autor: Moritz Bauer

Adventsmusik, schöne Deko-Artikel, eine Tombola, aber auch Schätze aus dem Mittelalter locken am Samstag zahlreiche Gäste in die Stiftung Judenbach.

Judenbach - Am ersten Adventswochenende führte im Bergdorf kein Weg an der großen Halle der Stiftung vorbei: Der Judenbacher Weihnachtsmarkt wartete mit seiner diesjährigen, mittlerweile zweiten Ausgabe mit einer Vielzahl an Angeboten auf. "Die Anzahl der Verkaufsstände hat sich im Vergleich zum letzten Jahr deutlich erhöht. So können wir den Besuchern heuer noch mehr Abwechslung bieten", erklärt Ute Beyer von der Gemeindeverwaltung Föritztal, die für die Organisation mitverantwortlich war. In der Tat wurde das Interesse der Judenbacher im Vorfeld nicht nur durch Mundpropaganda, sondern vor allem durch die bunten weihnachtlichen Werbeflyer der Kerwa-Gesellschaft Judenbach geweckt. Nachdem die Mädels und Jungs im letzten Jahr schon reichlich Erfahrung mit dem gut angenommenen Weihnachts-Event gemacht hatten, war man sich einig, 2018 noch eine Schippe draufzulegen. "Die große Preis-Tombola war im letzten Jahr unser Verkaufsschlager. Jetzt haben wir die Anzahl der Lose mehr als verdoppelt und dennoch waren diese schon nach wenigen Stunden wieder ausverkauft", sagt Ida Langbein vom Kerwa-Verein. 450 verkaufte Lose in weniger als drei Stunden sprechen eine klare Sprache: Die sich an der Losbude auftürmenden Preise, die von bunten Alpaka-Plüschtieren bis zu stilvoller Holz-Dekoration reichten, lockten Kinder und Erwachsene an. Mit "kulinarischen Weihnachtsleckereien" hatten die teilnehmenden Judenbacher Vereine geworben. Der hiesige Frauenchor, der später auch noch stimmungsvolle Weihnachtsmelodien zum Besten gab, versorgte die Gäste mit leckeren Plätzchen und Lebkuchen. Am Stand der Sängerinnen deckten sich außerdem schon zahlreiche Einheimische mit dem neuen Judenbach-Kalender ein. Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, das gilt auch in der Weihnachtszeit. Deswegen boten die Kerwa-Vereinler sowohl deftige Hot Dogs als auch süße Waffeln an, die man beide mit Extra-Zutaten verfeinern konnte. "Selbst bei einem Indoor-Weihnachtsmarkt, bei dem die Temperaturen noch vergleichsweise hoch sind, verkaufen sich unsere heißen Glühweine hervorragend", freuen sich die Kerwa-Vereinsvorstände Philip Schütz, Moritz Bauer und Alfred May. Natürlich mussten die Autofahrer, denen es nicht möglich war, sich ein Getränk mit "Umdrehung" zu gönnen, auch keinen Durst leiden. Mit einem warmen Kaffee im Stiftungs-Bistro oder mit einem alkoholfreien Punsch kam man sich ebenso gut in Adventsstimmung bringen. Den Weg ins Bergdorf fand am Samstag der Föritztaler Bürgermeister Andreas Meusel, der die Gelegenheit nutzte, um sich mit den Vereinen und Ausstellern intensiv auszutauschen. "Mich freut es wirklich sehr, dass sich in Judenbach bei der mittlerweile zweiten Auflage des Weihnachtsmarktes der Zuspruch und die Vielfalt der weihnachtlichen Angebote nochmals erhöht haben. Ich mache mir deswegen um den Fortbestand dieser noch relativ jungen Tradition keine Sorgen", sagte der Bürgermeister. Für die passenden Klänge in der weitläufigen Ausstellungshalle sorgten peppige Weihnachtsklassiker, die von der Losbude aus in die ganze Halle schallten. Eine tuckernde Modelleisenbahn der "Eisenbahnfreunde Sonneberg e.V.", die am anderen Ende der Halle einen festlich geschmückten Weihnachtsbaum umkreiste, sorgte für einen ganz besonderen Flair. Das tolle Bild ergänzten die leuchtenden Adventsbögen und Holzpyramiden der Familie Kaps aus Jagdshof, die auch weiterhin zusammen mit der Modelleisenbahn das restliche Jahr in der Stiftung verbleiben werden. Die Halle blieb den ganzen Nachmittag über sehr gut gefüllt, wobei sich die Besucher nicht nur an den "Fressbuden", sondern auch rund um die kleine Holzbühne versammelten. Neben dem Frauenchor traten dort ebenso die Steppkes des Judenbacher Kindergartens "Zum kleinen Glück" auf, die ein kleines Weihnachtsprogramm aufführten. In den Menschentrauben entdeckte man des Öfteren mit mittelalterlichen Gewändern bekleidete Frauen, Männer und Kinder. Hatten sich heuer Zeitreisende in das noch schneelose Judenbach verirrt? Nein, natürlich nicht. Die "Freunde des Mittelalters" aus Großbreitenbach bereicherten mit ihren angebotenen Waren gleichermaßen die Vielfalt des Marktes. "Wir sind in ganz Thüringen unterwegs, begleiten zum Beispiel Festumzüge oder Hochzeiten. Heute verkaufen wir neben unserem eher modernen Holzspielzeug auch Holzbögen für die Adventszeit und natürlich unseren Wikinger-Met", erklärt ein Ritter, der kurz zuvor noch mit Schild und Schwert gegen seinen Kameraden ankämpfte. Neugierige Zuschauer bekamen einen kleinen Einblick in die Welt der mittelalterlichen Kampfkünste, Waffen und Werkzeuge. Bis in die Abendstunden hielt das weihnachtliche Treiben an und so wechselten noch zahlreiche Adventsartikel, Plätzchen und Glühweinbecher den Besitzer. Nun hoffen die Judenbacher, dass sich nach ergiebigem Dauerregen am ersten Adventswochenende schnellstmöglich eine weiße Flockenpracht über das Bergdorf legt und für noch bessere Weihnachtsstimmung sorgt. Und falls ja ein langer Winter vor der Tür steht, ist der Kerwa-Verein bestens gerüstet, wie Lydia Langbein schmunzelnd verrät: "Glühwein haben wir reichlich auf Vorrat gekauft - der wird zwar nicht bis zum nächstjährigen Weihnachtsmarkt reichen, aber für uns in den anstehenden Monaten auf jeden Fall".

Die Mädels und Jungs der Kerwagesellschaft
Der Judenbacher Frauenchor
Buntes Treiben in der Großen Ausstellungshalle
Sorgten für nostalgische Stimmung: Die "Freunde des Mittelalters" aus Großbreitenbach

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